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Freunde Ausschnitt VI

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28. Juni 2003
 

 

54.

Trotz des kühlen Frühlingswetters war Arlette mal wieder mit dem Motorrad unterwegs. Der Verkehr war dicht wie so oft am Freitag Nachmittag. Seit langem war sie nicht mehr auf einem Treffen gewesen. Am Anfang der Woche hatte Jochen angerufen, den sie schon lange kannte und hin und wieder traf, und hatte sie gefragt, ob sie nicht Lust hätte auf ein Treffen bei Bonn mitzukommen. Sie verabredeten, sich an einer Raststelle zu treffen von dort aus gemeinsam weiter zu fahren.

Zu Hause hatte sie ihre üblichen Sachen gepackt: Jeans, Sweatshirt, Pullover, zwei Slips und zwei schöne lange T-Shirts. In den anderen Koffer kam der Schlafsack und die Luftmatratze, das Zelt packte sie hinten auf die BMW R 100 S. Für die Fahrt wollte sie nicht auf ihre geliebten Mieder verzichten und legte ein Hosenkorselett bereit. Ein Korsett kam nicht in Frage, da es in dem kleinen Zelt doch etwas eng war und sie nicht unbedingt die Hilfe anderer Fahrer erbitten wollte, um sie zu schnüren.

Das Hosenkorselett, ein schwarzes Triumph KR, zog sie an, indem sie erst hineinstieg und sich dann auf das Bett legte, so bekam sie den Reißverschluss des festen Mieders einfacher zu. Sie hatte es absichtlich etwas klein gekauft, um das feste Material intensiver spüren zu können. Darüber zog sie ein warmes Flanellhemd und die Lederhose, die später mit einem Reißverschluss an der Jacke befestigt wurde.

Sie holte das Motorrad aus der Garage und befestigte das Zelt, nachdem sie die Koffer montiert hatte. Zurück im Haus legte sie noch den elastischen Nierengurt über dem Hemd an, bevor sie in die Jacke schlüpfte und sie mit der Hose verband. Nachdem sie sich noch einmal im Haus umgesehen hatte, verließ sie es, stieg auf die Maschine und war nach wenigen Minuten auf der Landstrasse. Es war kühl, aber trocken, und so kam sie zügig voran. Fast mit Wohlbehagen spürte Arlette, wie das feste Mieder sie hielt und ihre Brüste stützte. Nicht so fest wie ein gut sitzendes, fest geschnürtes Korsett, aber besser als gar nichts. Auf der Raststelle angekommen tankte sie erst, bevor sie hineinging und sich nach Jochen umsah, den sie aber bald an einem Tisch sitzend fand.

"Hei Arlette," kam die Begrüßung, "trinkst du auch noch einen Kaffee?" "Klar, ich komm' gleich," sagte sie im Vorbeigehen und ging zur Theke, um sich das Getränk und ein Stück Kuchen zu holen. Zurück am Tisch unterhielten sie sich über die Fahrt, die sie bisher hatten und über die Strecke, die sie jetzt gemeinsam fahren würden. Da es noch etwas hell bleiben würde und die Strasse trocken war, entschlossen sie sich auf die Autobahn zu verzichten und die kurvenreichen Strassen zu fahren. Nachdem beide ausgetrunken hatten, setzten sie sich wieder auf ihre Motorräder und fuhren weiter.

Der Platz, auf dem das Treffen stattfand, lag weit ab von Wohnhäusern in einem kleinen Tal auf einer Lichtung zwischen herrlichen, alten Bäumen. Am Rand des Platzes gab es ein Gebäude mit Küche sowie Dusch- und Waschräumen. Davor brannte schon ein Feuer und am äußeren Rand der Lichtung waren einige Zelte aufgebaut. "Was hast du denn für ein Zelt mit?" wollte Jochen wissen. Es stellte sich heraus, das das von Arlette etwas größer war, als seins. "Kann ich nicht bei dir pennen, dann spar' ich mir das Aufbauen?" "Ok," antwortete Arlette fast ohne zu zögern, "kostet ein Bier pro Nacht." Gemeinsam stellten sie das Zelt auf und packten Luftmatratzen und Schlafsäcke aus. Ihren Koffer mit der Kleidung und dem Waschzeug stellte Arlette ebenfalls ins Zelt.

Als die Arbeit erledigt war gingen sie zum Haus und holten sich ein paar Bratwürste und jeweils ein Bier, welches Jochen bezahlte. "Hier, die Miete für die erste Nacht." "Danke, und Prost," erwiderte Arlette und trank einen kräftigen Schluck. Langsam gingen sie zum Feuer, um sich zu den anderen zu stellen, die sie schon von anderen Treffen kannten. Irgendwie hatte man fast jeden der anderen Tourenfahrer schon mal auf einem der Motorradtreffen zwischen Flensburg und dem Chiemsee gesehen, die Gespräche waren immer ähnlich: wo war man im Sommer, wo ging die nächste Tour hin, wer hatte eine neue Maschine und wer war mit wem zusammen. "Ach," sagte Arlette nach dem zweiten Bier, "ich hab dich lange nicht mehr mit Heike zusammen gesehen, wo ist die denn?" "Die hat sich einen anderen gesucht," sagte Jochen, "ist aber schon Monate her. War nicht einfach, damals, aber alleine fahren hat auch seine schönen Seiten. Sie ist jetzt in Hamburg und macht mit ihrem Neuen in Antiquitäten. Der fährt einen Porsche, ist wohl nicht so nass wie auf'm Motorrad. Egal, ist vorbei, kommt auch mal wieder anders. Prost." Damit hob er sein Bier und trank. "Soll ich noch ein Bier holen?" fragte er. "Ja, mach mal, ich ziehe mir nur mal was anderes an," erwiderte Arlette und ging zum Zelt.

Im Zelt trennte sie die Lederjacke von der Hose und zog sie aus. Auf dem Rücken liegend streifte sie auch die Hose ab und zog dafür Jeans an. Das Hemd tauschte sie gegen ein Sweatshirt, darüber zog sie noch eine Regenjacke an. Es war zwar immer noch trocken, aber die Kühle der Nacht zog durch die Kleidung. Zurück am Feuer wartete Jochen schon mit dem frischen Bier. Er hatte sich mit einigen anderen auf einen Baumstamm gesetzt und ‚quatschte Benzin'. Arlette setzte sich neben ihn, nahm die Flasche, stieß mit ihm an und trank. "Hast du für diesen Sommer schon was vor?" fragte Arlette. "Ich habe ewig keine lange Urlaubstour mehr gemacht," fügte sie nach einer kleinen Pause an. Jochen überlegte einen Moment und sagte dann: "Ich war vor einigen Jahren mal in Spanien und würde die Tour gerne noch einmal machen, aber mit einigen Variationen. Anfahrt durch die Alpen und über viele Pässe zum Mittelmeer, dann nach Alicante und über Granada und die Berge nach Malaga. Dann noch Gibraltar und Tarifa und dann gemütlich zurück. Damals hab ich die Tour etwas schnell gemacht, einiges würde ich mir gerne noch mal ansehen, vielleicht ein paar Tage Badeurlaub dranhängen."

Andere Fahrer waren dazugekommen, Astrid aus Melsungen und Karsten aus Delmenhorst, und das Thema Urlaub war für einen Moment vergessen. Die beiden Neuankömmlinge erzählten über ihre Fahrt und man lästerte gemeinsam über die ‚schrecklichen Autofahrer'. Arlette wurde trotz Jacke kühl und sie lehnte sich an Jochen an. "Am Feuer ist es schrecklich, vorne wird man gegrillt und hinten friert man." "Na los, drehen wir uns doch mal um." Beide standen auf und Jochen setzte sich mit dem Rücken zum Feuer wieder hin. "Ich hol mir noch was zum Trinken, soll ich dir was mitbringen?" fragte Arlette, die stehen geblieben war. "Jo, mach mal," sagte er und reichte ihr die leere Flasche. Außerhalb des Kreises standen einige kleine Gruppen zusammen, denen sie einen Moment zusahen und auch zuhörten, nachdem sie mit dem frischen Bier angestoßen hatten. Arlette saß wieder neben Jochen und hatte sich auch wieder an ihn angelehnt. ‚Er ist doch ganz nett', dachte Arlette, ‚und mit Heike ist er auch nicht mehr zusammen. Wäre vielleicht ganz nett, wenn er was draus machen würde.' Als wenn er ihre Gedanken gehört hätte legte er seinen freien Arm um ihre Schultern. "Na, wird's jetzt wärmer?" "Ja, bleib mal so, das hilft schon." Er drückte sie fester an sich und schwieg. Später ließ er seinen Arm tiefer rutschen, legte ihn erst unter ihrer Jacke auf die Hüfte und als sie ihn gewähren lies, auch unter das Sweatshirt. Als er nicht ihre warme Haut spürte, sondern ein eng anliegendes, glattes Wäschestück, war er etwas überrascht. Irgendwie hatte er ein T-Shirt erwartet. Dann erinnerte er sich aber an den Tag, an dem er Arlette mit einer Freundin auf dem Motorrad in der Stadt gesehen hatte. Beide hatten damals auffällige Overalls an. Vielleicht mochte sie ja lieber Sachen, die nicht aus Baumwolle waren.

Gegen Mitternacht wurde Arlette müde. Sie stand auf und steckte sich noch eine Zigarette an. "Ich geh' gleich ins Bett, war ein langer Tag. Bringst du die Flaschen weg?" Jochen nickte und Arlette ging langsam zum Zelt, um ihr Waschzeug zu holen. Als sie zurück kam, war auch Jochen am Zelt. "So einen Platz lobe ich mir, mit warmen Duschen. Genau das, was ich noch brauchte." "Jo, schlaf schön, ich komm gleich nach," sagte Jochen und verschwand in der Dunkelheit. Im Zelt zog sich Arlette aus und legte sich wieder auf den Rücken, um den Reißverschluss des Hosenkorseletts aufzumachen. Sie streifte es vom Körper, zog sich einen Slip an und ein T-Shirt, um dann in den Schlafsack zu kriechen. Sie war schon fast eingeschlafen, als Jochen zurück kam und neben ihr in sein ‚Bett' stieg.

Auch wenn das Zelt etwas größer war als das von Jochen, so lagen die beiden doch dicht beieinander. Er streckte die Hand aus seinem Schlafsack, berührte Arlette leicht am Rücken und fragte leise: "Schläfst du schon?" Arlette murmelte leise: "Ja, ganz tief," und rückte trotzdem dichter an ihn ran. Er streichelte sie leicht, lies seine Hand auf ihr liegen und schlief ein.

 

55.

Als Arlette am Morgen aufwachte, lag sie in ihrem Schlafsack eng an Jochen gekuschelt. Beide hatten sich wohl gedreht, so das sie mit ihrem Bauch an Jochen' Rücken lag. Sie öffnete erst ihren Schlafsack, um dann den Reißverschluss des anderen aufzuziehen. Ihren Arm legte sie über den schlafenden Mann und drückte ihn an sich. Jochen räkelte sich und versuchte, sich noch näher an sie zu drängen. Dann drehte er sich um und blinzelte sie an. "Na, gut geschlafen?" "Ja, ging so. Bloß so alleine im Schlafsack. Warm ist er ja, aber eben nur eine Einzelzelle." Jochen hob seinen Schlafsack etwas an und zog sie zu sich. "Ja, wenn man die offen lässt, wird's kühl." Arlette deckte beide mit ihrem ‚Bett' zu und fing mit beiden Händen an, ihn zu streicheln. Auch Jochen ließ seine Hände auf Wanderschaft gehen und war bald unter ihrem T-Shirt bei ihren festen Brüsten angekommen, deren Warzen schnell hart wurden.

Als sie beide nach wenigen Minuten heftig atmeten und Arlette den harten Penis, dessen Größe herrliche Zeiten versprach, in der Hand hielt, sagte sie: "Weißt du, lass uns heute auf die Ausfahrt verzichten und uns ein kleines Hotel suchen. Oder wir fahren zu dir oder zu mir, da ist es bestimmt schöner als hier im Zelt. Was meinst du?" Im ersten Moment war Jochen enttäuscht, fand aber die Idee von Arlette nicht schlecht. "Ok, fahren wir zu mir, ist nicht so weit." Arlette ließ ihre Hand wieder weiter nach oben gleiten. "Naja, es sind ja nur 20 oder 30 Kilometer weniger, aber die sind manchmal wichtig, wie heute zum Beispiel." Nach einigen Minuten fügte sie hinzu: "Lass uns erst mal frühstücken, dann packen wir in Ruhe und machen uns auf den Weg." Damit zog sie die Decke weg, griff sich ihre Jeans und zog sie an.

Vor dem Zelt wartete sie auf Jochen. Gemeinsam gingen sie dann zum Haus, um sich ein paar Brötchen und Kaffee zu holen. Als sie bei Sonnenschein auf den Baumstämmen am Feuer saßen und aßen, fragte Jochen: "Fahren wir wirklich zu mir, oder hab ich das gerade alles nur geträumt?" Arlette sah ihn an, gab ihm einen Kuss, lächelte und sagte: "Nee, du hast nicht geträumt, wir fahren wirklich zu dir, aber nicht um an deinem Moped zu basteln. Da gibt es noch ein anderes Gerät, das ich mir vorher mal genauer ansehen muss." Er sah auf sein Brötchen hinunter und hatte das Gefühl, knallrot zu werden. Aber man sah ihm nichts an, er aß nur etwas schneller und stand bald auf, um seine Sachen zu packen. Als er fertig war, kam Arlette ins Zelt und zog sich bis auf den Slip aus. "Keine Sorge, ich zieh mir nur was anderes an." Sie suchte das Korselett, das sie am Abend an das Kopfteil ihrer Luftmatratze gelegt hatte, und schlüpfte hinein. Mit einem Griff zog sie den Reißverschluss zu und kniete sich hin. "Schau nicht so neugierig. Wenn der Reißverschluss im Rücken gewesen wäre, dann hättest du mir helfen dürfen, aber so konnte ich es alleine." Sie griff in die BH-Schalen des Korseletts und hob ihre Brüste etwas an, um sie bequemer in die Cups zu legen. Dann zog sie ihr Hemd und die Lederhose an, verstaute ihre Sachen im Koffer und stellte ihn nach draußen. "Komm, lass uns das Zelt abbauen." Als einige von ihren Bekannten sahen, das sie abbauten, kamen sie herüber. "Ja," erklärte Jochen, "wir haben uns entschieden, alleine weiter zu fahren. Ist nichts gegen die gemeinsame Ausfahrt , aber wir wollen noch eine Runde alleine drehen."

Nach wenigen Minuten war alles verpackt und die beiden verabschiedeten sich kurz und fuhren dann aus dem Tal hinaus. Sie hatten sich darauf geeinigt, wieder die schöneren Landstrassen zu fahren, auch wenn das etwas länger dauern sollte. Es war auf alle Fälle schöner, vor allem, da die Sonne schien als würde sie sich freuen, die beiden gemeinsam zu sehen. Nach einer schnellen Fahrt, getrieben von dem, was noch kommen sollte, kamen sie bald vor Jochen Haus an, stiegen von den Motorrädern und gingen hinauf in seine Wohnung.

Er half Arlette aus der Jacke, machte ihr was zu trinken und setzte sie ins Wohnzimmer. "Lauf nicht weg, ich bin gleich zurück." Er ging ins Schlafzimmer und zog sich aus, ordnete schnell die Bettdecke und ging ins Bad, um schnell zu duschen. 600 Kilometer Fahrt auf dem Motorrad hinterlies Spuren, die er loswerden wollte. Er zog ein T-Shirt an und eine leichte Hose und ging zurück zu Arlette, die in einem Sessel saß. Er setzte sich breitbeinig auf ihre Oberschenkel, griff rechts und links neben ihre Brüste an den Oberkörper und küsste sie. Auch sie legte ihre Arme um ihn. "Hmm, du riechst gut, wo steht dein Bett?" "Na, du hast es aber eilig, lass uns doch erst noch etwas hier bleiben." Damit knöpfte er langsam ihr Hemd auf und zog es aus ihrer Hose. Arlette löste ihre Arme, damit er ihr das Hemd ausziehen konnte. Nachdem er es auf den Boden gelegt hatte, ließ er seine Hände über das Korselett gleiten, das ihren Oberkörper fest umspannte. Er genoss die Berührung des glatten Materials genauso wie Arlette. "Das ist aber ein ziemlich fester Body, den du da anhast. Ich wusste gar nicht, das junge Frauen so was tragen." Arlette nahm seine Hände und legte sie auf ihre Brüste. "Das ist auch kein normaler Body, sondern ein Korselett, ein festes Mieder. Es gibt mir Halt und es fühlt sich gut an. Ich bin mir meines Körpers immer sehr bewusst, wenn ich Mieder trage. Aber jetzt darfst du es mir ausziehen." Jochen stand auf und zog Arlette mit sich. Sie öffnete ihre Lederhose und zog sie aus. Als sie dann vor ihm stand, griff er nach dem Verschluss und zog ihn langsam nach unten. Je tiefer er kam, desto weiter stand das Vorderteil des Korseletts auf. Arlette stand einfach nur da und ließ ihn gewähren, als er die Träger von ihren Schultern streifte. Noch hielt das Mieder von alleine, doch als er das Korselett am Rand unter den Armen nach unten zog, stand sie bald nur noch im Slip vor ihm.

Jochen hatte sich auf ein Knie niedergelassen, legte seinen Kopf zwischen ihre Brüste und sog den Duft ein, den Arlette verströmte. Das Korselett umschloss jetzt Arlettes Beine, so das sie kaum hätte gehen können. Sie hatte ihre Hände auf seine Schultern gelegt und stützte sich ab. "Wenn du jetzt weggehst, falle ich um. Trag mich in dein Bett oder zieh mich ganz aus." Jochen zog das Mieder ganz nach unten und streifte es über Arlettes Füße, die sie nacheinander anhob. Dann stand er wieder auf und legte das Wäschestück vor sich auf den Boden zum Hemd. Arlette griff ihm in den Schritt und wurde nicht enttäuscht, er war sehr erregt. "Komm," sagte Jochen und führte sie ins Schlafzimmer.

Am Abend holte Jochen bei einem Chinesen etwas zum Essen, eine Flasche Wein hatte er noch in seinen Vorräten gefunden. Den Rest des Abends und die halbe Nacht verbrachten die beiden im Bett.

 

56.

Am Sonntag, nach einem ausgiebigen Frühstück und einem langen gemeinsamen Aufenthalt in der Dusche stand Arlette auf und streifte den Bademantel von den Schultern. "So schön es auch mit dir ist, ich werde wohl langsam nach Hause fahren." Jochen sah zu ihr auf. "Wann sehen wir uns wieder?" "Mal sehen," antwortete Arlette und beugte sich hinunter, um das Korselett und das Hemd aufzuheben, die seit dem vorhergehenden Nachmittag dort gelegen hatten. "Wie wäre es mit morgen Abend?" fragte Jochen und nahm ihr das Mieder aus der Hand. "Kannst du dir nicht ein T-Shirt anziehen? Das hier behalte ich als Erinnerung an dich, du kannst es wiederhaben, wenn wir uns wiedersehen." Damit drückte er den festen Stoff an sein Gesicht, er roch immer noch nach Arlette. Sie nahm es ihm weg und hielt es schützend vor ihren Oberkörper. "Mein Herr, sie wollen mich doch nicht ungeschnürt aus dem Hause gehen lassen!" "Ach Arlette," sagte Jochen und zog sie auf seinen Schoß, "du hast doch noch den Nierengurt und deine Lederkombi, so ganz nackt musst du ja nicht fahren." Er nahm ihr das Korselett wieder weg, Arlette sträubte sich ein wenig, gab dann aber nach. "Ja, aber ob ich es bis nach Hause schaffe, wo ich mich dann wieder schnüren kann, weiß ich wirklich nicht." "Hast du wirklich auch Korsetts zum schnüren, so wie die aus dem Film ‚Moulin Rouge'?" "Aber ja, mein Herr, wie es sich für eine Dame gehört. Wenn du artig bist, zeige ich dir mal meine Sammlung." Damit stand sie wieder auf und ging ins Schlafzimmer, wo ihr Koffer lag. Sie zog Slip und T-Shirt an, darüber das Hemd und die anderen Sachen. Als sie fertig angezogen mit dem Helm in der Hand in Flur stand, um sich zu verabschieden, waren beide etwas traurig. "Wir sehen uns ja bald wieder und telefonieren können wir auch." Nach einer langen Umarmung öffnete Arlette die Tür und ging. Vom Parkplatz aus sah sie sich noch einmal um. Am Fenster stand Jochen und winkte ihr zu, in der anderen Hand hielt er das Korselett.

Am Montag morgen bereitete Arlette sich auf ihre letzten Prüfungen an der Universität vor, im Sommer sollte diese Zeit zu Ende gehen. Jochen rief gegen Mittag von seiner Arbeitsstelle aus an und sie unterhielten sich leise für etwa 10 Minuten. "Kommst du heute Abend?" fragte er. "Wenn du möchtest, gerne. Soll ich wieder ein Mieder anziehen? Es scheint dir ja nichts auszumachen, wenn du mich erst langsam ausziehen musst." Er lachte. "Nein, macht nichts. Zieh an, was du möchtest. Kommst du so gegen halb sieben, dann hab ich was zum Essen auf dem Tisch?" Ja, gerne, bis heute Abend. Tschüss." Sie legte auf, dachte einen Moment über ihre Kleidung für den Abend nach und widmete sich dann wieder ihren Büchern.

Um fünf Uhr schaltete Arlette den Computer aus und legte die Bücher weg. Sie zog ihren Jogginganzug aus und duschte ausgiebig. In ihrem Zimmer wählte sie aus ihrem Schrank das cremefarbene Korselett, das sie im vergangenen Jahr noch bei Frau Müller gekauft hatte. Sie nahm die Träger ab und zog es an. Nachdem den Verschluss an der Seite zugemacht hatte, streifte sie dünne, aber stark glänzende, hautfarbene Strümpfe über ihre frisch rasierten Beine und befestigte sie an den jeweils drei Strumpfhaltern. Es war so fest und gut gearbeitet, das es auch ohne die Träger ihre Brüste stützte und sogar etwas anhob. Darüber zog sie einen weiten, knapp knielangen Rock und einen dünnen Pullover mit weitem Ausschnitt, den sie soweit aufmachen konnte, das ihre Schultern unbedeckt waren. Auf einen Slip verzichtete sie ganz bewusst.

Als sie mit dem Auto auf dem Parkplatz stand, sah sie noch einmal kurz in den Spiegel. Ja, alles klar. Sie stieg aus und sah, das Jochen am Fenster stand und schon auf sie wartete. Ohne das sie klingeln musste, öffnete sich die Tür. Sie nahmen sich schweigend in die Arme und küssten sich lange. Nachdem sie sich wieder gelöst hatten hielt Jochen sie mit beiden Händen an der Taille. "Na, was hast du denn heute an?" Sie entwand sich geschickt seinen Händen und rief: "Überraschung. Jetzt habe ich Hunger." Er führte sie ins Wohnzimmer, wo er den Tisch gedeckt hatte. "Bitte sehr, setzen Sie sich, es wird sogleich serviert." Als er ihr Wein einschenken wollte, hielt sie eine Hand über das Glas. "Heute bitte nur Wasser oder Cola, ich muss wieder nach Hause fahren." Anschließend brachte er eine flache Schale aus der Küche. "Bitte schön, Auflauf á la Jochen mit Gemüse der Saison. Ich hoffe, es schmeckt dir." Mit Apetit griff Arlette zu, es schmeckte wirklich gut.

Nach dem Essen saßen sie noch am Tisch und redeten. Irgend wann stand Arlette auf, ging um den Tisch herum und setzte sich auf seine Oberschenkel, so das sie ihn ansehen konnte. Sie legte die Arme um seinen Hals und küsste ihn. Jochen hatte seine Hände auf ihren Rücken gelegt und versuchte, an ihre Brüste zu kommen, was ihm auch gelang. Er spürte, das sie von festen Schalen gehalten wurden. Er lies seine Hände wieder auf ihren Rücken wandern, wo sie den Saum des Pullovers fassten und hochschoben. Sie hatte wieder ein Mieder an, sah er, dieses Mal etwas helles.

"Ich könnte jetzt einen Kaffee vertragen," sagte sie, "und dann setzen wir uns auf's Sofa und reden noch etwas." Jochen besorgte Tassen und setzte den Kaffee auf. Nachdem er sich gesetzt hatte, bat er Arlette: "Komm zu mir, zieh aber doch bitte deinen Rock und den Pullover aus. Ich möchte dich gerne mal in deiner Unterwäsche sehen."

Sie erhob sich vom Esstisch, stellte sich in die Mitte des Raumes und zog den Pullover in einer fliessenden Bewegung über den Kopf. Am Bund des Rocks löste sie einen Knopf, öffnete den Reißverschluss und ließ ihn fallen. Nachdem sie sich ein, zwei Mal hin und her gedreht hatte, um sich zu präsentieren, setzte sie sich neben ihn. Er schenkte ihr Kaffee ein und legte eine Hand auf ihren Bauch, der fest von dem Korselett bedeckt war. "Ist das nicht unbequem?" fragte er. "Nein, gar nicht," erwiderte sie und fing an, ihm über ihre Leidenschaft für Mieder, Korsetts und Latex zu erzählen. Nach langer Zeit, in der Jochen ihr zugehört und nur selten mit Fragen unterbrochen hatte, beendete Arlette ihre Erzählung mit den Worten: "Das hat alles nichts mit Sado-Maso oder Sub/Dom-Verhalten zu tun, ich mag es einfach, fest umschlossen zu sein. Allerdings mag ich es manchmal, Männer zu gebrauchen oder selber benutzt zu werden, aber das gehört nach meiner Meinung zum normalen Spiel dazu." Jochen erzählte, das er selbst noch nichts mit diesen Sachen zu tun hatte, erwähnte aber, das er sich schon mal in einem Sexshop umgesehen hatte. "Aber ich lerne gerne etwas neues und würde mich freuen, wenn du mir was beibringst. Würdest du mir zum Beispiel mal deine Sammlung an Wäsche zeigen?" "Ja, gerne. Komm doch am Wochenende bei mir vorbei und wir stöbern mal ein wenig durch die Schränke."

Sie verabredeten sich für Freitag Abend. Nachdem Arlette ihm noch erklärt hatte, wie er zu ihrem Haus kommt, zog sie sich wieder an und fuhr nach Hause. Müde, aber zufrieden ging sie nackt ins Bett und schlief fast sofort ein.

 


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