54.
Trotz des kühlen Frühlingswetters
war Arlette mal wieder mit dem Motorrad unterwegs. Der
Verkehr war dicht wie so oft am Freitag Nachmittag.
Seit langem war sie nicht mehr auf einem Treffen gewesen.
Am Anfang der Woche hatte Jochen angerufen, den sie
schon lange kannte und hin und wieder traf, und hatte
sie gefragt, ob sie nicht Lust hätte auf ein Treffen
bei Bonn mitzukommen. Sie verabredeten, sich an einer
Raststelle zu treffen von dort aus gemeinsam weiter
zu fahren.
Zu Hause hatte sie ihre üblichen
Sachen gepackt: Jeans, Sweatshirt, Pullover, zwei Slips
und zwei schöne lange T-Shirts. In den anderen
Koffer kam der Schlafsack und die Luftmatratze, das
Zelt packte sie hinten auf die BMW R 100 S. Für
die Fahrt wollte sie nicht auf ihre geliebten Mieder
verzichten und legte ein Hosenkorselett bereit. Ein
Korsett kam nicht in Frage, da es in dem kleinen Zelt
doch etwas eng war und sie nicht unbedingt die Hilfe
anderer Fahrer erbitten wollte, um sie zu schnüren.
Das Hosenkorselett, ein schwarzes
Triumph KR, zog sie an, indem sie erst hineinstieg und
sich dann auf das Bett legte, so bekam sie den Reißverschluss
des festen Mieders einfacher zu. Sie hatte es absichtlich
etwas klein gekauft, um das feste Material intensiver
spüren zu können. Darüber zog sie ein
warmes Flanellhemd und die Lederhose, die später
mit einem Reißverschluss an der Jacke befestigt
wurde.
Sie holte das Motorrad aus der Garage
und befestigte das Zelt, nachdem sie die Koffer montiert
hatte. Zurück im Haus legte sie noch den elastischen
Nierengurt über dem Hemd an, bevor sie in die Jacke
schlüpfte und sie mit der Hose verband. Nachdem
sie sich noch einmal im Haus umgesehen hatte, verließ
sie es, stieg auf die Maschine und war nach wenigen
Minuten auf der Landstrasse. Es war kühl, aber
trocken, und so kam sie zügig voran. Fast mit Wohlbehagen
spürte Arlette, wie das feste Mieder sie hielt
und ihre Brüste stützte. Nicht so fest wie
ein gut sitzendes, fest geschnürtes Korsett, aber
besser als gar nichts. Auf der Raststelle angekommen
tankte sie erst, bevor sie hineinging und sich nach
Jochen umsah, den sie aber bald an einem Tisch sitzend
fand.
"Hei Arlette," kam die Begrüßung,
"trinkst du auch noch einen Kaffee?" "Klar,
ich komm' gleich," sagte sie im Vorbeigehen und
ging zur Theke, um sich das Getränk und ein Stück
Kuchen zu holen. Zurück am Tisch unterhielten sie
sich über die Fahrt, die sie bisher hatten und
über die Strecke, die sie jetzt gemeinsam fahren
würden. Da es noch etwas hell bleiben würde
und die Strasse trocken war, entschlossen sie sich auf
die Autobahn zu verzichten und die kurvenreichen Strassen
zu fahren. Nachdem beide ausgetrunken hatten, setzten
sie sich wieder auf ihre Motorräder und fuhren
weiter.
Der Platz, auf dem das Treffen stattfand,
lag weit ab von Wohnhäusern in einem kleinen Tal
auf einer Lichtung zwischen herrlichen, alten Bäumen.
Am Rand des Platzes gab es ein Gebäude mit Küche
sowie Dusch- und Waschräumen. Davor brannte schon
ein Feuer und am äußeren Rand der Lichtung
waren einige Zelte aufgebaut. "Was hast du denn
für ein Zelt mit?" wollte Jochen wissen. Es
stellte sich heraus, das das von Arlette etwas größer
war, als seins. "Kann ich nicht bei dir pennen,
dann spar' ich mir das Aufbauen?" "Ok,"
antwortete Arlette fast ohne zu zögern, "kostet
ein Bier pro Nacht." Gemeinsam stellten sie das
Zelt auf und packten Luftmatratzen und Schlafsäcke
aus. Ihren Koffer mit der Kleidung und dem Waschzeug
stellte Arlette ebenfalls ins Zelt.
Als die Arbeit erledigt war gingen
sie zum Haus und holten sich ein paar Bratwürste
und jeweils ein Bier, welches Jochen bezahlte. "Hier,
die Miete für die erste Nacht." "Danke,
und Prost," erwiderte Arlette und trank einen kräftigen
Schluck. Langsam gingen sie zum Feuer, um sich zu den
anderen zu stellen, die sie schon von anderen Treffen
kannten. Irgendwie hatte man fast jeden der anderen
Tourenfahrer schon mal auf einem der Motorradtreffen
zwischen Flensburg und dem Chiemsee gesehen, die Gespräche
waren immer ähnlich: wo war man im Sommer, wo ging
die nächste Tour hin, wer hatte eine neue Maschine
und wer war mit wem zusammen. "Ach," sagte
Arlette nach dem zweiten Bier, "ich hab dich lange
nicht mehr mit Heike zusammen gesehen, wo ist die denn?"
"Die hat sich einen anderen gesucht," sagte
Jochen, "ist aber schon Monate her. War nicht einfach,
damals, aber alleine fahren hat auch seine schönen
Seiten. Sie ist jetzt in Hamburg und macht mit ihrem
Neuen in Antiquitäten. Der fährt einen Porsche,
ist wohl nicht so nass wie auf'm Motorrad. Egal, ist
vorbei, kommt auch mal wieder anders. Prost." Damit
hob er sein Bier und trank. "Soll ich noch ein
Bier holen?" fragte er. "Ja, mach mal, ich
ziehe mir nur mal was anderes an," erwiderte Arlette
und ging zum Zelt.
Im Zelt trennte sie die Lederjacke
von der Hose und zog sie aus. Auf dem Rücken liegend
streifte sie auch die Hose ab und zog dafür Jeans
an. Das Hemd tauschte sie gegen ein Sweatshirt, darüber
zog sie noch eine Regenjacke an. Es war zwar immer noch
trocken, aber die Kühle der Nacht zog durch die
Kleidung. Zurück am Feuer wartete Jochen schon
mit dem frischen Bier. Er hatte sich mit einigen anderen
auf einen Baumstamm gesetzt und ‚quatschte Benzin'.
Arlette setzte sich neben ihn, nahm die Flasche, stieß
mit ihm an und trank. "Hast du für diesen
Sommer schon was vor?" fragte Arlette. "Ich
habe ewig keine lange Urlaubstour mehr gemacht,"
fügte sie nach einer kleinen Pause an. Jochen überlegte
einen Moment und sagte dann: "Ich war vor einigen
Jahren mal in Spanien und würde die Tour gerne
noch einmal machen, aber mit einigen Variationen. Anfahrt
durch die Alpen und über viele Pässe zum Mittelmeer,
dann nach Alicante und über Granada und die Berge
nach Malaga. Dann noch Gibraltar und Tarifa und dann
gemütlich zurück. Damals hab ich die Tour
etwas schnell gemacht, einiges würde ich mir gerne
noch mal ansehen, vielleicht ein paar Tage Badeurlaub
dranhängen."
Andere Fahrer waren dazugekommen,
Astrid aus Melsungen und Karsten aus Delmenhorst, und
das Thema Urlaub war für einen Moment vergessen.
Die beiden Neuankömmlinge erzählten über
ihre Fahrt und man lästerte gemeinsam über
die ‚schrecklichen Autofahrer'. Arlette wurde trotz
Jacke kühl und sie lehnte sich an Jochen an. "Am
Feuer ist es schrecklich, vorne wird man gegrillt und
hinten friert man." "Na los, drehen wir uns
doch mal um." Beide standen auf und Jochen setzte
sich mit dem Rücken zum Feuer wieder hin. "Ich
hol mir noch was zum Trinken, soll ich dir was mitbringen?"
fragte Arlette, die stehen geblieben war. "Jo,
mach mal," sagte er und reichte ihr die leere Flasche.
Außerhalb des Kreises standen einige kleine Gruppen
zusammen, denen sie einen Moment zusahen und auch zuhörten,
nachdem sie mit dem frischen Bier angestoßen hatten.
Arlette saß wieder neben Jochen und hatte sich
auch wieder an ihn angelehnt. ‚Er ist doch ganz nett',
dachte Arlette, ‚und mit Heike ist er auch nicht mehr
zusammen. Wäre vielleicht ganz nett, wenn er was
draus machen würde.' Als wenn er ihre Gedanken
gehört hätte legte er seinen freien Arm um
ihre Schultern. "Na, wird's jetzt wärmer?"
"Ja, bleib mal so, das hilft schon." Er drückte
sie fester an sich und schwieg. Später ließ
er seinen Arm tiefer rutschen, legte ihn erst unter
ihrer Jacke auf die Hüfte und als sie ihn gewähren
lies, auch unter das Sweatshirt. Als er nicht ihre warme
Haut spürte, sondern ein eng anliegendes, glattes
Wäschestück, war er etwas überrascht.
Irgendwie hatte er ein T-Shirt erwartet. Dann erinnerte
er sich aber an den Tag, an dem er Arlette mit einer
Freundin auf dem Motorrad in der Stadt gesehen hatte.
Beide hatten damals auffällige Overalls an. Vielleicht
mochte sie ja lieber Sachen, die nicht aus Baumwolle
waren.
Gegen Mitternacht wurde Arlette müde.
Sie stand auf und steckte sich noch eine Zigarette an.
"Ich geh' gleich ins Bett, war ein langer Tag.
Bringst du die Flaschen weg?" Jochen nickte und
Arlette ging langsam zum Zelt, um ihr Waschzeug zu holen.
Als sie zurück kam, war auch Jochen am Zelt. "So
einen Platz lobe ich mir, mit warmen Duschen. Genau
das, was ich noch brauchte." "Jo, schlaf schön,
ich komm gleich nach," sagte Jochen und verschwand
in der Dunkelheit. Im Zelt zog sich Arlette aus und
legte sich wieder auf den Rücken, um den Reißverschluss
des Hosenkorseletts aufzumachen. Sie streifte es vom
Körper, zog sich einen Slip an und ein T-Shirt,
um dann in den Schlafsack zu kriechen. Sie war schon
fast eingeschlafen, als Jochen zurück kam und neben
ihr in sein ‚Bett' stieg.
Auch wenn das Zelt etwas größer
war als das von Jochen, so lagen die beiden doch dicht
beieinander. Er streckte die Hand aus seinem Schlafsack,
berührte Arlette leicht am Rücken und fragte
leise: "Schläfst du schon?" Arlette murmelte
leise: "Ja, ganz tief," und rückte trotzdem
dichter an ihn ran. Er streichelte sie leicht, lies
seine Hand auf ihr liegen und schlief ein.
55.
Als Arlette am Morgen aufwachte, lag
sie in ihrem Schlafsack eng an Jochen gekuschelt. Beide
hatten sich wohl gedreht, so das sie mit ihrem Bauch
an Jochen' Rücken lag. Sie öffnete erst ihren
Schlafsack, um dann den Reißverschluss des anderen
aufzuziehen. Ihren Arm legte sie über den schlafenden
Mann und drückte ihn an sich. Jochen räkelte
sich und versuchte, sich noch näher an sie zu drängen.
Dann drehte er sich um und blinzelte sie an. "Na,
gut geschlafen?" "Ja, ging so. Bloß
so alleine im Schlafsack. Warm ist er ja, aber eben
nur eine Einzelzelle." Jochen hob seinen Schlafsack
etwas an und zog sie zu sich. "Ja, wenn man die
offen lässt, wird's kühl." Arlette deckte
beide mit ihrem ‚Bett' zu und fing mit beiden Händen
an, ihn zu streicheln. Auch Jochen ließ seine
Hände auf Wanderschaft gehen und war bald unter
ihrem T-Shirt bei ihren festen Brüsten angekommen,
deren Warzen schnell hart wurden.
Als sie beide nach wenigen Minuten
heftig atmeten und Arlette den harten Penis, dessen
Größe herrliche Zeiten versprach, in der
Hand hielt, sagte sie: "Weißt du, lass uns
heute auf die Ausfahrt verzichten und uns ein kleines
Hotel suchen. Oder wir fahren zu dir oder zu mir, da
ist es bestimmt schöner als hier im Zelt. Was meinst
du?" Im ersten Moment war Jochen enttäuscht,
fand aber die Idee von Arlette nicht schlecht. "Ok,
fahren wir zu mir, ist nicht so weit." Arlette
ließ ihre Hand wieder weiter nach oben gleiten.
"Naja, es sind ja nur 20 oder 30 Kilometer weniger,
aber die sind manchmal wichtig, wie heute zum Beispiel."
Nach einigen Minuten fügte sie hinzu: "Lass
uns erst mal frühstücken, dann packen wir
in Ruhe und machen uns auf den Weg." Damit zog
sie die Decke weg, griff sich ihre Jeans und zog sie
an.
Vor dem Zelt wartete sie auf Jochen.
Gemeinsam gingen sie dann zum Haus, um sich ein paar
Brötchen und Kaffee zu holen. Als sie bei Sonnenschein
auf den Baumstämmen am Feuer saßen und aßen,
fragte Jochen: "Fahren wir wirklich zu mir, oder
hab ich das gerade alles nur geträumt?" Arlette
sah ihn an, gab ihm einen Kuss, lächelte und sagte:
"Nee, du hast nicht geträumt, wir fahren wirklich
zu dir, aber nicht um an deinem Moped zu basteln. Da
gibt es noch ein anderes Gerät, das ich mir vorher
mal genauer ansehen muss." Er sah auf sein Brötchen
hinunter und hatte das Gefühl, knallrot zu werden.
Aber man sah ihm nichts an, er aß nur etwas schneller
und stand bald auf, um seine Sachen zu packen. Als er
fertig war, kam Arlette ins Zelt und zog sich bis auf
den Slip aus. "Keine Sorge, ich zieh mir nur was
anderes an." Sie suchte das Korselett, das sie
am Abend an das Kopfteil ihrer Luftmatratze gelegt hatte,
und schlüpfte hinein. Mit einem Griff zog sie den
Reißverschluss zu und kniete sich hin. "Schau
nicht so neugierig. Wenn der Reißverschluss im
Rücken gewesen wäre, dann hättest du
mir helfen dürfen, aber so konnte ich es alleine."
Sie griff in die BH-Schalen des Korseletts und hob ihre
Brüste etwas an, um sie bequemer in die Cups zu
legen. Dann zog sie ihr Hemd und die Lederhose an, verstaute
ihre Sachen im Koffer und stellte ihn nach draußen.
"Komm, lass uns das Zelt abbauen." Als einige
von ihren Bekannten sahen, das sie abbauten, kamen sie
herüber. "Ja," erklärte Jochen,
"wir haben uns entschieden, alleine weiter zu fahren.
Ist nichts gegen die gemeinsame Ausfahrt , aber wir
wollen noch eine Runde alleine drehen."
Nach wenigen Minuten war alles verpackt
und die beiden verabschiedeten sich kurz und fuhren
dann aus dem Tal hinaus. Sie hatten sich darauf geeinigt,
wieder die schöneren Landstrassen zu fahren, auch
wenn das etwas länger dauern sollte. Es war auf
alle Fälle schöner, vor allem, da die Sonne
schien als würde sie sich freuen, die beiden gemeinsam
zu sehen. Nach einer schnellen Fahrt, getrieben von
dem, was noch kommen sollte, kamen sie bald vor Jochen
Haus an, stiegen von den Motorrädern und gingen
hinauf in seine Wohnung.
Er half Arlette aus der Jacke, machte
ihr was zu trinken und setzte sie ins Wohnzimmer. "Lauf
nicht weg, ich bin gleich zurück." Er ging
ins Schlafzimmer und zog sich aus, ordnete schnell die
Bettdecke und ging ins Bad, um schnell zu duschen. 600
Kilometer Fahrt auf dem Motorrad hinterlies Spuren,
die er loswerden wollte. Er zog ein T-Shirt an und eine
leichte Hose und ging zurück zu Arlette, die in
einem Sessel saß. Er setzte sich breitbeinig auf
ihre Oberschenkel, griff rechts und links neben ihre
Brüste an den Oberkörper und küsste sie.
Auch sie legte ihre Arme um ihn. "Hmm, du riechst
gut, wo steht dein Bett?" "Na, du hast es
aber eilig, lass uns doch erst noch etwas hier bleiben."
Damit knöpfte er langsam ihr Hemd auf und zog es
aus ihrer Hose. Arlette löste ihre Arme, damit
er ihr das Hemd ausziehen konnte. Nachdem er es auf
den Boden gelegt hatte, ließ er seine Hände
über das Korselett gleiten, das ihren Oberkörper
fest umspannte. Er genoss die Berührung des glatten
Materials genauso wie Arlette. "Das ist aber ein
ziemlich fester Body, den du da anhast. Ich wusste gar
nicht, das junge Frauen so was tragen." Arlette
nahm seine Hände und legte sie auf ihre Brüste.
"Das ist auch kein normaler Body, sondern ein Korselett,
ein festes Mieder. Es gibt mir Halt und es fühlt
sich gut an. Ich bin mir meines Körpers immer sehr
bewusst, wenn ich Mieder trage. Aber jetzt darfst du
es mir ausziehen." Jochen stand auf und zog Arlette
mit sich. Sie öffnete ihre Lederhose und zog sie
aus. Als sie dann vor ihm stand, griff er nach dem Verschluss
und zog ihn langsam nach unten. Je tiefer er kam, desto
weiter stand das Vorderteil des Korseletts auf. Arlette
stand einfach nur da und ließ ihn gewähren,
als er die Träger von ihren Schultern streifte.
Noch hielt das Mieder von alleine, doch als er das Korselett
am Rand unter den Armen nach unten zog, stand sie bald
nur noch im Slip vor ihm.
Jochen hatte sich auf ein Knie niedergelassen,
legte seinen Kopf zwischen ihre Brüste und sog
den Duft ein, den Arlette verströmte. Das Korselett
umschloss jetzt Arlettes Beine, so das sie kaum hätte
gehen können. Sie hatte ihre Hände auf seine
Schultern gelegt und stützte sich ab. "Wenn
du jetzt weggehst, falle ich um. Trag mich in dein Bett
oder zieh mich ganz aus." Jochen zog das Mieder
ganz nach unten und streifte es über Arlettes Füße,
die sie nacheinander anhob. Dann stand er wieder auf
und legte das Wäschestück vor sich auf den
Boden zum Hemd. Arlette griff ihm in den Schritt und
wurde nicht enttäuscht, er war sehr erregt. "Komm,"
sagte Jochen und führte sie ins Schlafzimmer.
Am Abend holte Jochen bei einem Chinesen
etwas zum Essen, eine Flasche Wein hatte er noch in
seinen Vorräten gefunden. Den Rest des Abends und
die halbe Nacht verbrachten die beiden im Bett.
56.
Am Sonntag, nach einem ausgiebigen
Frühstück und einem langen gemeinsamen Aufenthalt
in der Dusche stand Arlette auf und streifte den Bademantel
von den Schultern. "So schön es auch mit dir
ist, ich werde wohl langsam nach Hause fahren."
Jochen sah zu ihr auf. "Wann sehen wir uns wieder?"
"Mal sehen," antwortete Arlette und beugte
sich hinunter, um das Korselett und das Hemd aufzuheben,
die seit dem vorhergehenden Nachmittag dort gelegen
hatten. "Wie wäre es mit morgen Abend?"
fragte Jochen und nahm ihr das Mieder aus der Hand.
"Kannst du dir nicht ein T-Shirt anziehen? Das
hier behalte ich als Erinnerung an dich, du kannst es
wiederhaben, wenn wir uns wiedersehen." Damit drückte
er den festen Stoff an sein Gesicht, er roch immer noch
nach Arlette. Sie nahm es ihm weg und hielt es schützend
vor ihren Oberkörper. "Mein Herr, sie wollen
mich doch nicht ungeschnürt aus dem Hause gehen
lassen!" "Ach Arlette," sagte Jochen
und zog sie auf seinen Schoß, "du hast doch
noch den Nierengurt und deine Lederkombi, so ganz nackt
musst du ja nicht fahren." Er nahm ihr das Korselett
wieder weg, Arlette sträubte sich ein wenig, gab
dann aber nach. "Ja, aber ob ich es bis nach Hause
schaffe, wo ich mich dann wieder schnüren kann,
weiß ich wirklich nicht." "Hast du wirklich
auch Korsetts zum schnüren, so wie die aus dem
Film ‚Moulin Rouge'?" "Aber ja, mein Herr,
wie es sich für eine Dame gehört. Wenn du
artig bist, zeige ich dir mal meine Sammlung."
Damit stand sie wieder auf und ging ins Schlafzimmer,
wo ihr Koffer lag. Sie zog Slip und T-Shirt an, darüber
das Hemd und die anderen Sachen. Als sie fertig angezogen
mit dem Helm in der Hand in Flur stand, um sich zu verabschieden,
waren beide etwas traurig. "Wir sehen uns ja bald
wieder und telefonieren können wir auch."
Nach einer langen Umarmung öffnete Arlette die
Tür und ging. Vom Parkplatz aus sah sie sich noch
einmal um. Am Fenster stand Jochen und winkte ihr zu,
in der anderen Hand hielt er das Korselett.
Am Montag morgen bereitete Arlette
sich auf ihre letzten Prüfungen an der Universität
vor, im Sommer sollte diese Zeit zu Ende gehen. Jochen
rief gegen Mittag von seiner Arbeitsstelle aus an und
sie unterhielten sich leise für etwa 10 Minuten.
"Kommst du heute Abend?" fragte er. "Wenn
du möchtest, gerne. Soll ich wieder ein Mieder
anziehen? Es scheint dir ja nichts auszumachen, wenn
du mich erst langsam ausziehen musst." Er lachte.
"Nein, macht nichts. Zieh an, was du möchtest.
Kommst du so gegen halb sieben, dann hab ich was zum
Essen auf dem Tisch?" Ja, gerne, bis heute Abend.
Tschüss." Sie legte auf, dachte einen Moment
über ihre Kleidung für den Abend nach und
widmete sich dann wieder ihren Büchern.
Um fünf Uhr schaltete Arlette
den Computer aus und legte die Bücher weg. Sie
zog ihren Jogginganzug aus und duschte ausgiebig. In
ihrem Zimmer wählte sie aus ihrem Schrank das cremefarbene
Korselett, das sie im vergangenen Jahr noch bei Frau
Müller gekauft hatte. Sie nahm die Träger
ab und zog es an. Nachdem den Verschluss an der Seite
zugemacht hatte, streifte sie dünne, aber stark
glänzende, hautfarbene Strümpfe über
ihre frisch rasierten Beine und befestigte sie an den
jeweils drei Strumpfhaltern. Es war so fest und gut
gearbeitet, das es auch ohne die Träger ihre Brüste
stützte und sogar etwas anhob. Darüber zog
sie einen weiten, knapp knielangen Rock und einen dünnen
Pullover mit weitem Ausschnitt, den sie soweit aufmachen
konnte, das ihre Schultern unbedeckt waren. Auf einen
Slip verzichtete sie ganz bewusst.
Als sie mit dem Auto auf dem Parkplatz
stand, sah sie noch einmal kurz in den Spiegel. Ja,
alles klar. Sie stieg aus und sah, das Jochen am Fenster
stand und schon auf sie wartete. Ohne das sie klingeln
musste, öffnete sich die Tür. Sie nahmen sich
schweigend in die Arme und küssten sich lange.
Nachdem sie sich wieder gelöst hatten hielt Jochen
sie mit beiden Händen an der Taille. "Na,
was hast du denn heute an?" Sie entwand sich geschickt
seinen Händen und rief: "Überraschung.
Jetzt habe ich Hunger." Er führte sie ins
Wohnzimmer, wo er den Tisch gedeckt hatte. "Bitte
sehr, setzen Sie sich, es wird sogleich serviert."
Als er ihr Wein einschenken wollte, hielt sie eine Hand
über das Glas. "Heute bitte nur Wasser oder
Cola, ich muss wieder nach Hause fahren." Anschließend
brachte er eine flache Schale aus der Küche. "Bitte
schön, Auflauf á la Jochen mit Gemüse
der Saison. Ich hoffe, es schmeckt dir." Mit Apetit
griff Arlette zu, es schmeckte wirklich gut.
Nach dem Essen saßen sie noch
am Tisch und redeten. Irgend wann stand Arlette auf,
ging um den Tisch herum und setzte sich auf seine Oberschenkel,
so das sie ihn ansehen konnte. Sie legte die Arme um
seinen Hals und küsste ihn. Jochen hatte seine
Hände auf ihren Rücken gelegt und versuchte,
an ihre Brüste zu kommen, was ihm auch gelang.
Er spürte, das sie von festen Schalen gehalten
wurden. Er lies seine Hände wieder auf ihren Rücken
wandern, wo sie den Saum des Pullovers fassten und hochschoben.
Sie hatte wieder ein Mieder an, sah er, dieses Mal etwas
helles.
"Ich könnte jetzt einen
Kaffee vertragen," sagte sie, "und dann setzen
wir uns auf's Sofa und reden noch etwas." Jochen
besorgte Tassen und setzte den Kaffee auf. Nachdem er
sich gesetzt hatte, bat er Arlette: "Komm zu mir,
zieh aber doch bitte deinen Rock und den Pullover aus.
Ich möchte dich gerne mal in deiner Unterwäsche
sehen."
Sie erhob sich vom Esstisch, stellte
sich in die Mitte des Raumes und zog den Pullover in
einer fliessenden Bewegung über den Kopf. Am Bund
des Rocks löste sie einen Knopf, öffnete den
Reißverschluss und ließ ihn fallen. Nachdem
sie sich ein, zwei Mal hin und her gedreht hatte, um
sich zu präsentieren, setzte sie sich neben ihn.
Er schenkte ihr Kaffee ein und legte eine Hand auf ihren
Bauch, der fest von dem Korselett bedeckt war. "Ist
das nicht unbequem?" fragte er. "Nein, gar
nicht," erwiderte sie und fing an, ihm über
ihre Leidenschaft für Mieder, Korsetts und Latex
zu erzählen. Nach langer Zeit, in der Jochen ihr
zugehört und nur selten mit Fragen unterbrochen
hatte, beendete Arlette ihre Erzählung mit den
Worten: "Das hat alles nichts mit Sado-Maso oder
Sub/Dom-Verhalten zu tun, ich mag es einfach, fest umschlossen
zu sein. Allerdings mag ich es manchmal, Männer
zu gebrauchen oder selber benutzt zu werden, aber das
gehört nach meiner Meinung zum normalen Spiel dazu."
Jochen erzählte, das er selbst noch nichts mit
diesen Sachen zu tun hatte, erwähnte aber, das
er sich schon mal in einem Sexshop umgesehen hatte.
"Aber ich lerne gerne etwas neues und würde
mich freuen, wenn du mir was beibringst. Würdest
du mir zum Beispiel mal deine Sammlung an Wäsche
zeigen?" "Ja, gerne. Komm doch am Wochenende
bei mir vorbei und wir stöbern mal ein wenig durch
die Schränke."
Sie verabredeten sich für Freitag
Abend. Nachdem Arlette ihm noch erklärt hatte,
wie er zu ihrem Haus kommt, zog sie sich wieder an und
fuhr nach Hause. Müde, aber zufrieden ging sie
nackt ins Bett und schlief fast sofort ein.
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